Heimwerkern – aber sicher

Erst denken dann handeln

hammer-1502761_640Jeder Heimwerker hat seinen ganz persönlichen Faible für das eine oder andere Projekt. Doch generell wird alles angegangen: Vom Abriss, über das Renovieren und Reparieren bis hin zum Neuaufbau. Doch wie steht es mit der Eigensicherung? Handschuhe sind verpönt? Sicherheitsschuhe tragen nur Anfänger? Einen Helm beim Bäume fällen tragen – nein, das meint Ihr nicht ernst, oder etwa doch? DOCH, dass ist durchaus ernst gemeint.

Denn ein Großteil aller Unfallverletzungen, die an einem Wochenende in der Notaufnahme der allgemeinen Krankenhäuser behandelt werden, ist durch das Heimwerkern entstanden. Das kann schneller passieren, als man denken möchte. Und auch wenn es bisher gut gegangen ist, sollte man sein Glück nicht herausfordern.

Punkt 1: Sicherheitsschuhe

Sicherheitsschuhe haben zwei unschlagbare Vorteile gegenüber normalen Schuhen: Sie besitzen eine Stahlkappe, sodass auch schwere Gegenstände auf den Fuß fallen können, ohne dass dieser Schaden nimmt. Sie besitzen ebenso eine Stahlsohle. So ist es also kein Problem auch auf einer größeren Renovierungsbaustelle herumzulaufen, ohne auf Nägel oder andere Spitze, auf dem Boden liegende Gegenstände achten zu müssen. Zudem reichen einige Modelle bis über die Knöchel, sodass auch ein Umknicken nicht so einfach passieren kann. Sicherheitsschuhe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Daher sollte man sich eingehend informieren, ob die minimale Ausstattung bereits für die eigenen Zwecke ausreicht oder ob man ein anderes Modell benötigt.

Punkt 2: Ausreichend Licht

Viele private Werkstätten befinden sich im Keller oder in einem Schuppen. Zwar sollte man annehmen, dass es kein Problem ist, für ausreichend Licht zu sorgen. Dennoch erscheinen viele wie dunkle Löcher. Doch je besser die Lichtverhältnisse sind, desto weniger Fehlgriffe kommen zum Tragen. Ergo: Das Arbeiten an sich ist sicherer!

Punkt 3: Eine stabile Werkbank

Noch immer sieht man Heimwerker, die sich mit Notlösungen hinsichtlich der Werkbank behelfen. Doch nur, wenn diese eine ausreichende Stabilität aufweisen kann, kann auch sicher an ihr gearbeitet werden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn diese beispielsweise während der Arbeit mit der Handkreissäge in sich zusammenbräche…

Punkt 4: Kleine Helfer

Zu diesen zählen die Handschuhe, die beispielsweise für raue Materialien oder bei Renovierungsarbeiten zu verwenden sind. Aber auch die Atemschutzmaske gehört dazu. Denn viele Heimwerker vergessen leicht, dass beim Schleifen von Materialien Feinstaub entsteht, der zwar nicht sichtbar ist, aber dafür garantiert seinen Weg in die Lunge findet. Geschieht dies öfter, kann es zu schwerwiegenden Lungenerkrankungen kommen.

Die Handhabung verschiedener Werkzeuge wird oft leichtfertig übernommen. So wird das Cuttermesser wie auch das Schnitzmesser ausschließlich vom Körper wegbewegt. Bei Geräten mit einer Klinge oder einem Bohraufsatz wird diese eingeschoben bzw. herausgenommen, wenn sie nicht in Betrieb ist. So wird das Daran hängenbleiben vermieden.